Wie können soziale Interaktionen so gestaltet werden, dass sie einvernehmlich sind? Wie kann ein Gefühl von Verbindung, Lebendigkeit und Integrität in Beziehungen zu anderen Menschen und im eigenen Körper entstehen? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich vor allem in Bezug auf Berührung und Sexualität, aber auch in Hinblick auf Gruppen- und Entscheidungsprozesse.
Ich halte Seminare und Vorträge auf Deutsch und Englisch, und schneide die Inhalte und Methoden dabei auf diverse Zielgruppen zu. Meine Expertise speist sich sowohl aus gelebten Erfahrungen in selbstorganisierten Gruppen und der Arbeit mit körperbasierten Coachingangeboten, als auch aus akademischer Beschäftigung mit sozialer Ungerechtigkeit, Sexualitäten und sexueller Einvernehmlichkeit, bei der mich besonders eine machtkritische und queerfeministische Perspektive interessiert. Mehr Informationen zu möglichen Inhalten und geplanten Veranstaltungen gibt es hier.
Für Anfragen bin ich unter consent@jennyrosenberg.de erreichbar.
Mit Verkörperung und Berührung beschäftige ich mich intensiv seit über 10 Jahren. Über die Teilnahme an Thaimassage- und Tanzkursen habe ich meinen Weg in die sexpositive Szene in Berlin gefunden und bin dort zum ersten Mal mit dem englischen Begriff "Consent" im Kontext von einvernehmlicher Berührung und Sexualität in Kontakt gekommen. Seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Ich habe mich kontinuierlich weitergebildet und mich aktivistisch sowie beruflich am kollektiven Schaffen einer "Einvernehmlichkeitskultur" beteiligt.
Zu meinen Qualifikationen und Erfahrungen gehören unter anderem:
Aktuell nehme ich zudem Teil an:
Ich bin weiß, queer und able-bodied und meine Perspektive ist sehr dadurch geprägt, in den 90ern und 2000ern in Berlin aufgewachsen zu sein.
Ich konzeptioniere gerne immer wieder neue Veranstaltungen, abhängig von Dauer, Zielgruppe und Lernzielen. Folgende Formate wurden bisher erarbeitet und könnten als Basis für zukünftige Angebote dienen:
Anhand von Fallbeispielen werden verschiedene Situationen und Dynamiken besprochen, die im Datingkontext aufkommen können. Lernziele sind die Erarbeitung eines Definitionsvorschlag für Consent, die Sensibilisierung für mögliche Hindernisse beim Aushandeln von Consent, und das Kennenlernen von best-practice Vorschlägen für Kommunikation, die Einvernehmlichkeit fördert.
Vormittags werden ein Definitionsvorschlag für Consent erarbeitet, für mögliche Hindernisse beim Aushandeln von hochwertigem Consent sensibilisiert, und Ideen gesammelt, wie Kommunikation und Interaktionen so gestaltet werden können, dass sie Einvernehmlichkeit fördern. Dies geschieht mit Unterstützung von Fallbeispielen, wobei auch persönliche Erfahrungen der Teilnehmenden als Fallbeispiele eingebracht werden können. Nachmittags werden praktische körperbasierte Übungen aus der Methode "Wheel of Consent" angeboten.
Anhand von Fallbeispielen wird besprochen, was Consent im Kontext von Sexualtität und Dating bedeutet und was gute Strategien zur Herstellung von Consent sein könnten. Besonders berücksichtigt wird, wie Erzählungen über Männlichkeit das Herstellen von Einvernehmlichkeit erschweren können, und Teilnehmende werden dazu angeregt, darüber zu reflektieren, wie soziale Skripte und Machtgefälle sich in ihren eigenen Interaktionen auswirken.
Zunächst wird ein grundlegendes Verständnis erarbeitet, was Consent bedeutet. Dann gibt es eine praktische Übung, bei der geübt wird, Einladungen oder Bitten auszusprechen (z.B. "Darf ich dein Federmäppchen ausleihen?"), ein Nein zu äußern, und ein Nein wertschätzend anzunehmen. Die Selbsterfahrung aus der Übung dient für weitere Reflektionen darüber, inswiefern die Übung von gewohnten und normalisierten Umgangsweisen abweicht und welche Vorteile eine wertschätzende Einvernehmlichkeitskultur mit sich bringt. Zuletzt wird eine Filmszene aus einem Kinderfilm angeschaut und kritisch besprochen, in der übergriffiges Verhalten als romantisch dargestellt wird.
Zusätzlich zu der Arbeit mit Gruppen biete ich 1:1 Coaching für FLINTA-Personen und all-gender Paarcoaching an. Das Coaching kann, abhängig von den Bedürfnissen der Person, sehr unterschiedlich gestaltet werden und beginnt in jedem Fall mit einem ausführlichen Vorgespräch. Der Fokus liegt auf Übungen, in denen eine Verlangsamung und damit die Möglichkeit, sich selbst besser wahrzunehmen, eingeladen wird. Mehr Informationen zu meinem Angebot im Bereich Somatik und Sexualitätscoaching gibt es demnächst hier
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